Teuerung trifft Frauen mit der Breitseite

Wir haben die höchste Inflation seit 1952. Im September 2022 wurde die 10-Prozent-Marke geknackt; es werden wohl weitere Preissteigerungen auf uns zukommen. Ganz besonders steigen die Preise für Güter des täglichen Bedarfs. Das trifft all jene, die wenig verdienen, mit voller Wucht – und damit Frauen besonders. Sie haben keine Möglichkeiten, diese Ausgaben einfach einzusparen. Zur Entlastung braucht es mehr als Einmalzahlungen: Es braucht inflationssenkende Maßnahmen, einen armutsfesten Sozialstaat und endlich einen Booster in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf. weiterlesen

Sozialhilfe: Leben am Limit – Teuerung verschärft soziale Notlagen!

Sozialhilfe bzw. Mindestsicherung wird in Österreich erst dann gewährt, wenn die vorgelagerten sozialen Sicherungssysteme versagt haben. Bezieher:innen leben daher zumeist am Rande der Gesellschaft und sind oftmals sozial ausgegrenzt. Die Höhe dieser sozialen Transferleistung liegt meilenweit unterhalb der Armutsschwelle. Im Schnitt erhalten Sozialhilfebezieher:innen lediglich 712 Euro pro Monat. Die derzeitige Teuerung verschärft diese extreme Armut noch weiter. Es gilt daher, nachhaltig zu helfen und den Sozialstaat gerade in Krisenzeiten zu stärken. weiterlesen

Arbeitslosenversicherung gendergerecht reformieren

Arbeitslosengeld und Notstandshilfe lagen 2021 bei beiden Geschlechtern deutlich unter der Armutsgefährdungsschwelle. Es besteht akuter Handlungsdrang zur Verbesserung der Situation arbeitsloser Menschen. Die Gerüchte über die bevorstehende große Reform verheißen aber nichts Gutes. Einige Maßnahmen wären besonders für arbeitslose Frauen eine enorme zusätzliche Belastung. Wir haben uns angesehen, was eine gendergerechte Reform der Arbeitslosenversicherung leisten muss. weiterlesen

Armut abschaffen heißt, Kindeswohl schützen und Chancen eröffnen

Mit dem Fokus auf aggregierte Statistiken droht zunehmend der Bezug zu den „Menschen hinter den Zahlen“ verloren zu gehen. Dabei sind es ihre Erfahrungen, die wesentlich sind. Was bedeutet das, wenn es heißt: „368.000 Kinder und Jugendliche sind armuts- und ausgrenzungsgefährdet“? Dank sozialer Hilfen, Kollektivverträgen oder des freien Zugangs zu Bildung geht es doch selbst jenen halbwegs gut, die wenig haben? Eine Analyse von Interviews mit neun Aufsteiger:innen zeigt, wie sehr Armut mit Leid und der Weg aus der Armut mit sozialen Begegnungen verknüpft ist. Armutsbekämpfung braucht höchste Priorität! weiterlesen

Armut in Österreich – Sozialstaat federt ab, aber soziale Lage verschärft sich

Statistik Austria hat kürzlich die neuesten Daten zu Armut und Armutsgefährdung in Österreich präsentiert. Die gute Nachricht ist, dass die Zahl der von Armutsgefährdung betroffenen Menschen in Österreich trotz Covid-Krise und Wirtschaftseinbruch nicht stark gestiegen ist. Der Sozialstaat hat die massiven Folgen der Corona-Krise abgefedert und Schlimmeres verhindert. Er ist jedoch nicht „armutsfest“ und muss daher weiter ausgebaut werden, denn viele Menschen sind auf einen starken Sozialstaat angewiesen. weiterlesen

Erwerbsarmut und finanzielle Abhängigkeit in Paarhaushalten

In Österreichs Paarhaushalten haben erwerbstätige Frauen, gemessen an ihrem Einkommen, ein höheres Risiko, in Armut abzurutschen, als erwerbstätige Männer. Insbesondere Mütter sind häufig auf das Einkommen ihres Partners angewiesen, um nicht armutsgefährdet zu sein. Doch warum wissen wir bisher nur wenig über individuelle Erwerbsarmutsrisiken bei Paaren und wie diese zwischen den Geschlechtern verteilt sind? Welche weitreichenden Folgen hat das Phänomen insbesondere für Frauen und inwiefern kann allgemeine Arbeitszeitverkürzung ein Lösungsansatz sein? weiterlesen

Themen
MENÜ