Grünes Wachstum reicht für Klimaziele nicht aus. Anderes Wirtschaften und Arbeiten ist nötig.

Die aktuelle Umwelt- und Klimapolitik basiert auf grünem Wachstum: Während das BIP weiterhin wächst, sollen gleichzeitig Ressourcenverbrauch und CO2-Emissionen absolut gesenkt werden. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass tatsächliche Entkopplungen von Wirtschaftswachstum, Ressourcen-Verbrauch und Emissionen viel zu langsam und viel zu gering sind, um beschlossene Klima- und Umweltziele zu erreichen. Arbeitszeitverkürzung kann Teil des notwendigen Maßnahmenbündels sein, um aus der Klimakrise keine Klimakatastrophe werden zu lassen. weiterlesen

Mehr Beschäftigung durch Arbeitszeitverkürzung: das Solidaritätsprämienmodell in der Praxis

Mit einem Rekordhoch bei der Arbeitslosigkeit gewinnt die Diskussion um eine Arbeitszeitverkürzung an Momentum. Dabei muss nicht alles neu erfunden werden: Mit der Solidaritätsprämie gibt es bereits ein Modell, das sich auch in der Praxis bewährt hat. Dabei wird die Arbeitszeit der Beschäftigten verkürzt, um aus den frei gewordenen Stunden neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die voestalpine ist dabei das bekannteste Beispiel, aber die Erfahrungen zeigen, dass der Ansatz im Sozialbereich ebenso gut funktioniert. weiterlesen

Arbeitszeitverkürzung in Kollektivverträgen: innovative Modelle und Handlungsbedarf

Immer mehr ArbeitnehmerInnen wünschen sich kürzere Arbeitszeiten oder arbeiten schon in Teilzeit. In zahlreichen Kollektivverträgen wurden bereits wichtige Übereinkünfte getroffen, die direkt oder indirekt eine Arbeitszeitverkürzung bewirken. ArbeitnehmerInnen können Geldansprüche in Freizeit umwandeln, und besonders belastende Arbeitszeiten werden mit zusätzlicher Freizeit abgegolten. Wichtige Themen für künftige Verhandlungen sind die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit und dabei besonders die digitale Entgrenzung von Arbeit sowie die Anerkennung arbeitsbezogener Tätigkeiten als Arbeitszeit. weiterlesen

Arbeitszeitverkürzung ist sinnvoll und finanzierbar!

Die wichtigste Maßnahme zur Sicherung von Beschäftigung und zur Eindämmung des Arbeitslosigkeitsanstiegs seit dem Corona-Lockdown war die Kurzarbeit. Diese Erfahrungen können genutzt werden für ein staatlich gefördertes Arbeitszeitverkürzungsmodell, das dazu beiträgt, die Rekordarbeitslosigkeit in Österreich zu senken, die Produktivität zu steigern und für mehr Freizeit zu nutzen. Erste Berechnungen zeigen, dass die öffentlichen Kosten im Vergleich zur Alternative Arbeitslosigkeit leistbar sind. weiterlesen

Erwerbslosigkeit in Österreich 2020 – die Branche macht den Unterschied

Die Corona-Krise hat den Arbeitsalltag fast aller Menschen in Österreich komplett auf den Kopf gestellt. Das gilt besonders für die Hunderttausenden, die ihren Job verloren haben. Von Februar auf März stiegen die Arbeitslosenzahlen um 225.000, und noch im August waren 92.000 mehr Menschen arbeitslos als im Vorjahr. Wie bei allen Krisen lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen: Besonders viele Jobs gingen zunächst in der Bau- und Tourismusbranche verloren. weiterlesen

Der 8-Stunden-Arbeitstag: die wechselvolle Geschichte eines Mythos

„Es geht aber in einer Zeit, wie die jetzige ist, nicht an, dass auf der einen Seite Zehntausende Menschen länger als acht Stunden, zehn und elf Stunden arbeiten, während anderseits viele Zehntausende Menschen vollständig arbeitslos sind und nicht den nötigen Erwerb zu finden vermögen.“ Diese Worte sind aktuell wie nie. Tatsächlich sind sie aber beinahe 100 Jahre alt. Ausgesprochen wurden sie von Ferdinand Hanusch im Jahr 1918 als Begründung für die Notwendigkeit des 8-Stunden-Tages. Dieser steht zwar noch heute im Gesetz. De facto wurden die Arbeitszeiten seit seiner Einführung aber stetig ausgedehnt. Im Jahr 2018 wurde sogar der 12-Stunden-Tag legalisiert. weiterlesen

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