12-Stunden-Tag: In der Hitze juristischer Debatten

Der 12-Stunden-Tag wurde in aller Eile beschlossen. Der Zeitmangel schadete auch der juristischen Debatte zum Thema. Selbst versierte ArbeitsrechtlerInnen interpretieren wichtige Teile des Gesetzes falsch oder verkennen dessen Auswirkungen in der Praxis. AK-Direktor Christoph Klein arbeitet die Debatte auf.

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Lange Arbeitszeiten, lange Arbeitswege – freiwilliger Verzicht auf Freizeit und Familie?

Im Durchschnitt sind PendlerInnen in Österreich 17 Kilometer und 27 Minuten je Richtung unterwegs. Von der kostbaren Freizeit bleibt an einem normalen Arbeitstag also etwa eine Stunde auf der Strecke. Befragungsergebnisse zeigen, dass Arbeitswege nur etwa die Hälfte der Wege von Beschäftigten ausmachen. Für viele sind schon jetzt lange Arbeitstage mit langen Arbeitswegen verbunden. Zeit kann dann offenbar nur auf dem Rücken der Familie eingespart werden, indem hauptsächlich Einkaufs- sowie Bring- und Holwege mit Kindern vermieden werden.

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Wer bestimmt die Arbeitszeit? Arbeitszeitflexibilität im EU-Vergleich

ArbeitnehmerInnen in Österreich arbeiten schon jetzt im Durchschnitt nicht nur länger, sondern auch flexibler als jene in den meisten anderen EU-Ländern. Eine Analyse der Selbstbestimmtheit und Regelmäßigkeit von Arbeitszeiten gewährt Einblicke in die Flexibilität europäischer ArbeitnehmerInnen und den Interessenkonflikt zwischen ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen. Statt einer fremdbestimmten Flexibilisierung durch die Ausdehnung der Höchstarbeitszeiten sollten Arbeitszeitmodelle mit selbstbestimmten Arbeitszeiten gefördert werden.

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Lange Arbeitszeit bringt niedrige Produktivität für Unternehmen: Kostenfaktor 12-Stunden-Tag

Überlange Arbeitszeiten führen zu Übermüdung, Erschöpfung und Unkonzentriertheit bei den ArbeitnehmerInnen. Das verringert ihre Produktivität; bei zwölf Stunden Arbeitszeit geht ihr zusätzlicher Output sogar gegen Null. Zudem steigt das Unfallrisiko ab der neunten Stunde exponentiell. Diese Nachteile der Verlängerung der Höchstarbeitszeit schlagen sich auch auf der Kostenseite der Unternehmen nieder. Dabei zeigt der internationale Vergleich: Österreich könnte sich aufgrund der hohen Produktivität eine Reduktion der Arbeitszeit leisten. Genau das bräuchte es für ein gutes Leben, bei dem Beruf und Freizeit im Einklang stehen. Eine sechste Urlaubswoche wäre ein wichtiger erster Schritt in diese Richtung.

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Die Herrschaft über die Zeit ist eine Demokratiefrage

In einer Demokratie sollten alle Menschen über die Verwendung ihrer Zeit möglichst frei bestimmen. Eine Ausweitung der Arbeitszeiten vergrößert die reale Macht derer, die sozioökonomisch ohnehin die Nase vorn haben. Dadurch entsteht ein weiteres Ungleichgewicht, das der Demokratie schadet.

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Auch der Abänderungsantrag ändert nichts daran: Der 12-Stunden-Tag, die 60-Stunden-Woche werden von der raren Ausnahme zum Normalfall

Die Regierungskoalition hat am 14. Juni 2018 per Initiativantrag einen Gesetzesvorschlag zur „Flexibilisierung der Arbeitszeitgesetze“ eingebracht, der insbesondere wegen seiner radikalen Anhebung der regulären Grenzen der Gesamtarbeitszeit auf 12 Stunden täglich und 60 Stunden wöchentlich viel Staub aufgewirbelt hat. Nun ist heute, am 29. Juni 2018, ein Abänderungsantrag der Regierungsparteien eingebracht worden, der Entschärfungen bringen soll, insbesondere eine von den Klubobleuten der Regierungsparteien sogenannte „Freiwilligkeitsgarantie“ zum 12-Stunden-Tag und zur 60-Stunden-Woche. Wie stellt sich das Gesetzesvorhaben jetzt insgesamt dar? (mehr …)

Auch tausende Lehrlinge vom 12-Stunden-Tag betroffen

Der in einer Hauruckaktion eingebrachte Initiativantrag von ÖVP und FPÖ, welcher unter anderem das Arbeitszeitgesetz ändert, hat auch massive Auswirkungen auf tausende Lehrlinge. In Zukunft wird der 12-Stunden-Tag für viele Lehrlinge über 18 Jahre zur traurigen Realität. In diesem Beitrag sollen die gesetzlichen Regelungen für Lehrlinge dargestellt beziehungsweise die Auswirkung der geplanten Änderungen analysiert werden. (mehr …)

12-Stunden-Tag und Ruhezeitverkürzung im Tourismus – wie wirkt sich das aus?

Die angedachten Flexibilisierungen im Arbeitszeitgesetz zugunsten der ArbeitgeberInnen betreffen den Tourismus sehr wesentlich und führen in der Folge zu Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen. Denn Ausweitungen der täglichen bzw. wöchentlichen Arbeitszeiten sowie Verkürzungen von Ruhezeiten bei geteilten Diensten bedeuten für die Beschäftigten noch weniger Planbarkeit von Freizeit, noch weniger Schlaf, noch weniger Privatleben, noch mehr Belastungen und erhöhte Unfall- und Erkrankungsgefahr. Im Endeffekt wird die Unzufriedenheit bei den Beschäftigten im Tourismus noch mehr steigen und zum endgültigen Verlust der Attraktivität der Branche führen.

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12-Stunden-Tag: eine Zerreißprobe für Eltern

Kurz vor Arbeitsende muss noch schnell eine Arbeit erledigt werden. Das ist besonders für Eltern eine Stresssituation. Denn Sie wissen, dass um 17 Uhr der Kindergarten schließt. Und wieder ist das eigene Kind das letzte, das abgeholt wird. Lediglich zehn Prozent der Kindergärten haben bis 18 Uhr oder länger offen. Der 12-Stunden-Tag wird zur Zerreißprobe für berufstätige Eltern. (mehr …)

Ländervergleich: ÖsterreicherInnen arbeiten schon jetzt länger als andere

Die Regierung dehnt gerade die Höchstarbeitszeiten und zulässigen Überstunden massiv aus. Die Frage ist: Wozu soll das notwendig sein? Der Ländervergleich zeigt: ArbeitnehmerInnen in Österreich arbeiten jetzt schon länger als andere.

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