Digitalisierung: So kommen wir als Gesellschaft da durch

Was in der Debatte über neue technische Möglichkeiten oft untergeht: Die Gestaltung der Digitalisierung ist eine hoch politische Frage. Die Interessen von Arbeit und Kapital, von öffentlich und privat, von ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen, von traditioneller Wirtschaft und New Economy prallen aufeinander. Es gilt sie neu auszubalancieren. Das soeben erschienene Buch „Überall ist Zukunft“ liefert Vorschläge, wie wir eine gerechte Gesellschaft in Zeiten der Digitalisierung umsetzen können.

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Kerstin Jürgens: „Wenn Maschinen sich vernetzen, muss der Mensch aufpassen, nicht außen vor zu bleiben.“

Die Soziologin Kerstin Jürgens spricht im Interview über die Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Arbeit. Sie zeigt, wie wir Arbeit auch in Zukunft so regeln können, dass Menschen ihr Leben absichern können und warum der Mensch aufpassen muss, dass er zwischen selbstlernenden Systemen nicht auf der Strecke bleibt.

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Talwanderung oder Gipfelsturm? Mehrfachbelastungen und Perspektiven in der Arbeitswelt

Angesichts der aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt und rund um Diskussionen zur zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung unserer (Arbeits)welt erscheint es uns wichtig, den Fokus auch auf den Status-Quo der ArbeitnehmerInnenlandschaft mit ihren unterschiedlichen Facetten und Ausprägungen zu richten. Wie steht es aktuell um das Arbeitsumfeld und die Arbeitsbedingungen in unserem Land? Der vorliegende Beitrag fokussiert auf ArbeitnehmerInnengruppen, die in mehrfacher Weise von Belastungen und Beanspruchungen in der Arbeitswelt betroffen sind.

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DenkraumArbeit: Neue Ideen zur Arbeitswelt

Arbeitswelt 4.0, Auflösung traditioneller Arbeitsverhältnisse, Digitalisierung, Veränderung der Geschlechterrollen, Prekarisierung, Crowdworking – die Veränderungen in der Arbeitswelt sind unübersehbar. Viel wird darüber diskutiert, aber noch ist unklar, wie aus einer sozialpolitischen Perspektive mit diesem Umwälzungen umgegangen werden soll. Der DenkraumArbeit versucht hier neue Wege im Nachdenken über Lösungen zu gehen und macht konkrete Vorschläge, wie eine solidarische Politik für die Arbeitswelt in Zukunft aussehen könnte.

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Goldgräberstimmung in der digitalen Welt?

Die Geschwindigkeit der digitalen Entwicklung überrollt geradezu alle Lebensbereiche, sodass man ständig das Gefühl hat, hinterherzulaufen, ohne eigentlich genau zu wissen, wohin man läuft. Dass der Wandel von einer Industriegesellschaft zu einer digitalen Gesellschaft unaufhaltbar ist, ist klar. Nun ist es hoch an der Zeit, vom Getriebenen zum Gestalter zu werden, die Gefahren als auch die Chancen zu erkennen und Antworten auf zentrale Fragen zu finden: Wie wollen wir in Zukunft leben und arbeiten? Wie soll eine digitale Gesellschaft wirtschaftlich und politisch aussehen? Wie soll sich unser Alltag gestalten?

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Levelling up in der Gleichbehandlung – zum Scheitern verurteilt?

Seit mittlerweile 5 Jahren wird auf Bundesebene die gesetzliche Verankerung des sog. Levelling-up verhandelt. Es geht dabei um eine Ausdehnung des Schutzes vor Diskriminierung. Damit sollen Benachteiligungen aus Gründen der sexuellen Orientierung, des Alters, der Religion oder Weltanschauung auch außerhalb der Arbeitswelt verboten werden. Wer etwa ein homosexuelles Paar nur aufgrund der sexuellen Orientierung aus einem Lokal verwiest (Fall Cafe Prückel), einem lesbischen Paar mit zwei Kindern ein ermäßigtes Familienticket verweigert (Fall Minimundus) oder eine Wohnung nicht an homosexuelle Menschen vermieten will, soll zur Zahlung von Schadenersatz wegen der persönlich erlittenen Beeinträchtigung verpflichtet werden können.

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Cloudworking am Beispiel der Strategie „Generation Open“ von IBM

Was es heißt, wenn ein Unternehmen gezielt neue Arbeitsformen wie Cloudworking einsetzt, zeigt eine neue Studie über die Unternehmensstrategie von IBM. Vor 5 Jahren erregte die Ankündigung eines globalen IBM-Managers Aufsehen: Die Anzahl der Festangestellten bei IBM soll von 400.000 auf zirka 100.000 reduziert werden. Die Kernbelegschaft soll nur mehr zur Aufrechterhaltung der Kundenbeziehungen und für Steuerung und  Management des Unternehmens zuständig sein, die Mitarbeiterinnen nur mehr für Projekte über  Plattformen im Internet weltweit angeheuert werden. Eine neue Studie beleuchtet die Strategie, mit der sich IBM dieser „Vision“ annähert und zeigt welche Fragen sie für die Zukunft der Arbeit aufwirft.

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Crowdwork – Wie eine neue digitale Arbeitsweise die Arbeitswelt radikal verändert

Die Herausgeberin des eben erschienen Buches “Crowdwork – zurück in die Zukunft“, Christiane Benner, erzählt im Interview über Chancen, Risiken und Nebenwirkungen eines neuen Phänomen digitaler Arbeitsweise, bei der Unternehmen Aufträge mittels webbasierten Plattformen an eine große Menge von Menschen ausschreiben. Wie wirkt diese neue Form der Arbeitsorganisation auf Arbeitsbedingungen,  Vergütung und Mitbestimmungsrechte der Beschäftigten? Und wie kann gewerkschaftliche Organisation im rein virtuellen Raum statt finden? Ein lesenswertes Gespräch über die Zukunft der Arbeitswelt.

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In der Beschleunigungsfalle

Eine Triebfeder des Wirtschaftens ist die ständige Rationalisierung. Die so geförderte ungebremste Beschleunigung belastet die Psyche. Stress und Burn-out sind zum zentralen Problem der Leistungsgesellschaft geworden. Ständig auf Vollgas zu sein, macht auf Dauer krank. Mehr denn je gilt Schopenhauers Satz „Ohne Gesundheit ist alles nichts“ als Basis für gute Arbeits- und Lebensqualität.

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Arbeit heute: Raues Betriebsklima, hoher Zeitdruck

Das Institut für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (ISW) führt jährlich eine Online- und Briefbefragung unter allen Betriebsratsvorsitzenden in Oberösterreich zu Veränderungen, Zufriedenheit und Problemen in der Arbeitswelt durch. 40% der 1600 Betriebsratsvorsitzenden in Oberösterreich haben an der Befragung teilgenommen und damit in die Unternehmen hineinblicken lassen. Die Ergebnisse zeigen eines vorweg: Das Betriebsklima wird rauer, die Arbeitsbelastung steigt und der Druck auf ArbeitnehmerInnen wird immer größer. (Die Ergebnisse wurden in der WISO-Ausgabe 4/13 veröffentlicht)

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