Im Ansatz stecken geblieben. Fünf Jahre Evaluierung psychischer Belastungen

Die Evaluierung psychischer Belastungen feiert heuer ihr fünfjähriges Jubiläum. Die Gesetzesnovelle trat 2013 in Kraft und ergänzte damit den Arbeitnehmer/-innenschutz um den Aspekt der psychischen Gesundheit. Eine aktuelle Studie aus Oberösterreich untersucht die Frage, inwiefern die Evaluierung in den Unternehmen tatsächlich durchgeführt wurde und inwieweit dadurch psychische Arbeitsbelastungen reduziert werden konnten. Befragt wurden Betriebsratsvorsitzende und Sicherheitsvertrauenspersonen.

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Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: Ein Tabu, über das gesprochen werden muss

Sexuelle Belästigung und Übergriffe am Arbeitsplatz sind ein Thema, über das nicht gerne geredet wird. Aber es passiert.

„[…] Dann ist der Chef der Marketingabteilung nicht von meiner Seite gewichen, hat mir eindeutige Angebote gemacht, „gehen wir aufs Klo“ und so. Und dann hat er mir noch seinen Freund, den DJ vorgestellt, da ist dann ein Dreier angeboten worden.“

„Das passiert ja nicht nur am Arbeitsplatz, es passiert überall.“

Der internationale Frauenkampftag am 8. März bietet eine gute Gelegenheit über ein Tabu zu sprechen, das viele Frauen oft täglich am Arbeitsplatz betrifft und im sozialpolitischen Diskurs trotzdem marginalisiert wird.

 

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Arbeitsbedingungen: Österreich ist Europameister! Oder doch nicht?

Die Bedingungen am Arbeitsplatz bilden ein breites Spektrum, in dem unterschiedliche Faktoren auf komplexe Weise miteinander verflochten sind. Unter Arbeitsbedingungen fallen alle relevanten Themen zur Arbeitszeit, dem Arbeitsumfeld, der Arbeitsintensität, der Arbeitszufriedenheit und Arbeitsorganisation. Dazu kommen physische, psychosoziale und kognitive Faktoren sowie Fragen zu Gesundheit, Weiterbildung, Gewalt/Mobbing aber auch die sozialen Beziehungen zu den Stakeholdern und das Verhältnis zwischen Arbeits- und Privatleben. Die Vielfalt der Materie zeigt, dass viel Potential für wissenschaftliche Studien gegeben ist. Ob diese schlussendlich als objektiv, valide und reliabel bezeichnet werden, hängt vielfach von der Ausführung bzw. der Interpretation dieser ab.

 

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Standort-Poker – Managementinstrument zum Sozialabbau

Egal ob in der Banken-, Industrie- oder Bau-Branche: Standortverlegungen, häufig über die Grenzen des Landes hinaus, stehen derzeit an der Tagesordnung. Beinahe täglich berichten die Medien über einen drohenden massiven Stellenabbau an österreichischen Unternehmensstandorten, und nicht immer sind die Gründe dafür in wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu suchen. Ganz im Gegenteil, immer öfter greifen auch erfolgreiche Unternehmen auf die Möglichkeit zurück, Standorte durch die Auslagerung von Unternehmensteilen, Produktionen und Dienstleistungen zu entwerten oder sie gänzlich zu schließen. Ziel solcher Maßnahmen ist in der Regel die Profitsteigerung; Gewinne sollen maximiert und Aktionär/inn/e/n großzügig bedient werden.

 

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