AMS-Algorithmus könnte zu struktureller und sozialer Ungleichheit beitragen

Das AMS wollte ab 2021 den sogenannten AMS-Algorithmus einsetzen. Das Arbeitsmarktchancen-Assistenz-Modell (AMAS) soll auf Basis von Statistiken vergangener Jahre die zukünftigen Chancen von Arbeitssuchenden vorhersagen. Eine Studie des Instituts für Technikfolgen-Abschätzung (ITA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zeigt, dass die Einführung des AMS-Algorithmus zu struktureller und sozialer Ungleichheit beitragen könnte. Notwendig sind daher Daten- und Systemtransparenz sowie ein umfassendes Auditing des Systems. weiterlesen

Sozialstaat – Stabilitätsanker in der Krise

Ein solidarisches Miteinander und eine faire Lastenverteilung sind Grundprinzipien des Sozialstaats. Auch bei der Finanzierung der Krisenkosten und beim Neustart nach der Krise müssen diese Prinzipien ganz oben stehen. Der Sozialstaat muss geschützt und weiterentwickelt werden und es müssen die Weichen gestellt werden in Richtung ökosozialer Umbau und generell in Richtung mehr Gerechtigkeit. Die Arbeit der Regierung wird zentral an diesen Punkten zu bewerten sein.   weiterlesen

Wie Sozialkürzungen Armut durch permanenten Stress verfestigen

Die Regierung plant großflächig, soziale Absicherungsmaßnahmen zurückzubauen. Für Armutsbetroffene bedeutet dies nicht nur finanzielle Einbußen in einer ohnehin schon extrem schwierigen Situation, sondern hat auch eine höhere psychische Belastung zur Folge. Denn wissenschaftliche Studien zeigen, dass die mit Armut verbundene materielle Unsicherheit zu psychischem Stress führt, der wiederum Armut verfestigt. weiterlesen

Der Vermittlungsalgorithmus des AMS: zwischen Einsparungen in der aktiven Arbeitsmarktpolitik und besserer Vermittlung von und für Arbeitssuchende

Letzten Herbst wurde in der breiten Öffentlichkeit bekannt, dass das AMS ab 2020 ein datenbasiertes statistisches „Profiling“ von Arbeitslosen einsetzen wird. Damit sollen die „Reintegrationschancen“ von Arbeitsuchenden mittels einer statistischen Auswertung beurteilt und Ausmaß und Art der Beratungs-, Unterstützungs- und Qualifikationsangebote entsprechend festgelegt werden („Targeting“). Der Einsatz von computergestütztem Profiling und Targeting geschieht dabei im Spannungsfeld zwischen Einsparungen und erhofften Effizienzgewinnen im Bereich der aktiven Arbeitsmarktpolitik. weiterlesen

Der sinkende Stellenwert von Bildung in der Arbeitsmarktpolitik

Menschen ohne formalen Ausbildungsabschluss haben ein deutlich höheres Risiko arbeitslos zu werden. Fast die Hälfte aller Arbeitsuchenden verfügt über keinen in Österreich anerkannten beruflichen Abschluss, sondern hat maximal die Pflichtschule abgeschlossen. Trotzdem setzt die Politik zunehmend auf einen Ausbau der Beschäftigungsförderung, insbesondere der Lohnsubventionen, zu Lasten der Qualifizierung von arbeitsuchenden Menschen. weiterlesen
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