Vorschlag für ein magisches Vieleck der aktiven Arbeitsmarktpolitik

Angesichts der Rekordarbeitslosigkeit (siehe z. B. im Blog Marterbauer, Tamesberger) herrscht eine widersprüchliche Diskussion über die Arbeitsmarktpolitik vor. Zum einem wird die Arbeitsmarktpolitik für immer mehr Herausforderungen als Lösungsstrategie herangezogen. Zum anderen wird ihre Wirksamkeit infrage gestellt. Hintergrund ist das Fehlen von klaren Maßstäben bzw. Vorstellungen darüber, was Arbeitsmarktpolitik leisten soll und kann. In einem aktuellen Artikel bieten wir eine humane und ökonomisch vernünftige Orientierung auf Basis eines erweiterten Zielkanons an.

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Lohnpolitischer Paradigmenwechsel in der EU

Im Bereich der Lohnpolitik brachte die im Zuge der Wirtschaftskrise seit 2010 eingeführte neue wirtschaftspolitische Steuerung der EU einen grundlegenden Wechsel mit sich. Dieser führte von der Akzeptanz der Tarifautonomie der Kollektivvertrags(KV)-Partner hin zu einem europäischen Interventionismus in den nationalen Lohnpolitiken. Als nachhaltige Ausrichtung gewerkschaftlicher Politik erscheint eine Strategie der autonomen Revitalisierung  erfolgversprechend für eine Reregulierung des Arbeitsmarktes und die Stärkung der institutionellen Säulen.

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Gesund dank Dr. Hartz? „Strukturreformen“ und „Beschäftigungswunder“ in Deutschland

Vor zwölf Jahren legte die von Peter Hartz geleitete Kommission für „Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“ ihren Bericht vor. Das damals proklamierte Ziel, die Arbeitslosigkeit in Deutschland binnen drei Jahren um zwei Millionen zu reduzieren, ist bis heute nicht erreicht. Aber in einem durch Ungleichgewichte im Euroraum geschwächten Umfeld steht Deutschland unter den bevölkerungsreicheren Mitgliedsländern als Klassenbester da. Deshalb sollen die Nachbarn nun „Strukturreformen“ nach deutschem Vorbild einführen. Aber inwieweit hängt Deutschlands derzeit günstige Beschäftigungssituation überhaupt mit den Reformen zusammen?

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