Just Transition und die Anforderungen an einen arbeitsmarktpolitisch gerechten Strukturwandel

Um das Ziel einer klimaneutralen und nachhaltigen Wirtschaft zu erreichen, müssen viele der aktuell noch auf fossilen Energieträgern beruhenden Geschäftsmodelle auf den Prüfstand. Sowohl die Klimakrise als auch unser Ziel, die fossile energetische Basis unserer Produktion und unseres Konsums zu überwinden, erzeugen einen Veränderungsdruck. In dieser Veränderung – oder anders ausgedrückt: im „grünen“ Strukturwandel – wird entweder das Althergebrachte mit etwas Neuem verschmolzen oder etwas gänzlich Neues muss an seine Stelle treten. Damit dieser Prozess sozial ausgewogen und gerecht verläuft, braucht es aktive politische Gestaltung. Eine politische Gestaltung in Form einer Strukturwandelpolitik, welche die Mission „Dekarbonisierung“ vorantreibt und die soziale Dimension der mit der Veränderung verbundenen Entwicklungen mit ins Zentrum der wirtschaftspolitischen Maßnahmen stellt. Einen besonderen Stellenwert darin nimmt die Arbeitsmarktpolitik ein. Sie ist es, die den Strukturwandel begleiten muss, um die mit ihm verbundenen Chancen für Wertschöpfung und Beschäftigung zu nutzen oder potenzielle soziale Verwerfungen zu mildern. weiterlesen

Im kräftigen Wirtschaftsaufschwung niemanden zurücklassen! Zur neuen WIFO-Prognose

Das WIFO setzt die Konjunkturprognose für 2021 kräftig nach oben (BIP real +4 Prozent). Die Zahl der registrierten Arbeitslosen soll gegenüber 2020 um 58.000 zurückgehen. Trotzdem werden 2021 noch immer 50.000 Menschen mehr arbeitslos sein als vor der Pandemie. Im Aufschwung darf jetzt niemand zurückgelassen werden. Dazu sind massive Investitionen in sozialen Zusammenhalt und wirtschaftlichen Strukturwandel notwendig. Denn das Hauptproblem für die Menschen bleibt Arbeitslosigkeit, nicht Inflation. weiterlesen

Die Solidaritätsprämie als verpasste Chance?

Dieser Beitrag wurde von Astrid Hohner, Raphael Kaufmann, Sidonie Ulreich und Tabea Wich verfasst.

Die COVID-19-Pandemie konfrontiert den österreichischen Arbeitsmarkt mit zahlreichen Herausforderungen. Die Solidaritätsprämie stellt eine Maßnahme dar, diesen zu begegnen. Das Modell dient dazu, arbeitslose Menschen in Beschäftigung zu bringen und Arbeitszeit zu verkürzen. Dadurch wird Arbeit auf mehr Köpfe verteilt. Doch wieso wird die Solidaritätsprämie trotz der zahlreichen Vorteile so selten genutzt? weiterlesen

Solidarität mit LeiharbeiterInnen? (K)ein Ding der Unmöglichkeit!

Es ist unklar, ob StammarbeiterInnen LeiharbeiterInnen als Bedrohung oder als Absicherung wahrnehmen. Während es aus unternehmerischer Sicht durchaus Kalkül sein kann auf Leiharbeit und andere Formen der Auslagerung zurückzugreifen, um Kollektivgefühle zu unterbinden und zudem betriebliche Mitbestimmung zu schwächen, kann der Betriebsrat die Spielregeln der Leiharbeit und somit ihre Auswirkung auf die StammarbeiterInnen mitgestalten. In einer Studie, die dem vorliegenden Blogbeitrag zugrunde liegt, wurden Betriebsratsmitglieder zu den Faktoren, die auf die Position von LeiharbeiterInnen innerhalb der Belegschaft einwirken, befragt. Rahmenbedingungen sollten bestmöglich gestaltet werden, um den Grundstein für Solidarität in einer gemischten Belegschaft zu legen. weiterlesen

Mythos Arbeitslosigkeit. Die häufigsten Vorurteile in der Gesellschaft erklärt und entkräftet

Unfreiwillige Erwerbsarbeitslosigkeit (im Folgenden nur Arbeitslosigkeit) ist mit vielen Vorurteilen behaftet, die den Betroffenen eine angeblich fehlende Motivation und ein Nutznießen unterstellen. Obwohl diese Vorurteile leicht zu widerlegen sind, halten Politiker*innen und Vertreter*innen der Medien an der neoliberalen Vorstellung der Individualschuld an Arbeitslosigkeit fest. Dabei zeigt sich, dass Arbeitslosigkeit vor allem strukturelle Ursachen hat und damit der Übernahme politischer Verantwortung bedarf. weiterlesen

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