Film und Familie – geht das?

Wie viel Glamour bleibt Filmschaffenden nach 60 oder mehr Stunden Arbeitszeit pro Woche? Und wie vereinbart man eigentlich seinen 60plus-Stunden-Job mit seinen Betreuungspflichten? Eine Planbarkeit der Arbeitszeiten wäre eine Verbesserung, aber das ist bis jetzt ein unerreichbarer Luxus, weil von Filmschaffenden ständige Flexibilität gefordert wird. Wer sich für einen Beruf in der Filmbranche entscheidet, muss sich daher eher auf belastende Arbeitsbedingungen als auf Glamour einstellen. Und so verwundert es nicht, dass gerade Frauen in der Branche trotz vieler Bemühungen immer noch unterrepräsentiert sind. weiterlesen

Die stille Krise der Psyche: höchste Zeit, hinzusehen und für echte Verbesserungen zu sorgen

Über zwei Jahre leben wir nun im COVID-Ausnahmezustand: Distanz halten, Homeoffice, Homeschooling, Ansteckungsgefahr, gesperrte Sportvereine und Kultureinrichtungen, Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, ein Lockdown nach dem anderen und die Unsicherheit, wie es wohl weitergeht – die COVID-19-Pandemie und die flankierenden Maßnahmen zu ihrer Eindämmung haben weltweit ihre Spuren in der Psyche der Menschen hinterlassen. Gleichzeitig reicht die Versorgung nicht: Betroffene klagen über lange Wartezeiten auf Psychotherapieplätze, es gibt nicht genug – weder im stationären noch im niedergelassenen Bereich. weiterlesen

Neue Dynamik für die Zukunft Europas? Was eine gerechte Bezahlung für Lkw-Fahrende bewirken könnte

 „Niemand verliebt sich in einen Binnenmarkt“, das war eine realistische Feststellung des Kommissionspräsidenten Jacques Delors 1992. Durch den Binnenmarkt haben sich zwar viele Chancen für die Beschäftigten eröffnet. Mobil Arbeitende, allen voran die Lkw-Fahrer:innen, werden jedoch mehr und mehr zur prekär Beschäftigten, indem die Mitgliedstaaten die großen Lohn- und Kaufkraftunterschiede als ein Mittel des Wettbewerbs der niedrigsten Standards nutzen. Folglich erleben immer mehr Beschäftigte einen Binnenmarkt, der ihnen weder arbeits- noch sozialrechtlichen Schutz bietet. Die von den europäischen Institutionen ins Leben gerufene Konferenz zur Zukunft Europas hat das Ziel, die konkreten Probleme und Erwartungen der Bürger*innen aufzunehmen und Lösungen zu erarbeiten. Für die Gewerkschaften eine wichtige Gelegenheit, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und gerechte Vergütung der Lkw-Fahrenden auf Europas Straßen einzufordern. weiterlesen

Personalberechnung in Alten- und Pflegeheimen: “warm, satt, sauber” oder “zukunftsfit”?

Österreichs Alten- und Pflegeheime sind derzeit oft in den Schlagzeilen, Hauptthemen dabei sind Covid-Zahlen, Bettensperren oder Besuchseinschränkungen. Die tagtäglichen Leistungen der Beschäftigten werden genauso wenig hervorgehoben wie die veralteten Rahmenbedingungen, die die Arbeit erschweren und letztendlich auch eine Auswirkung auf die Lebensqualität haben. Wer pflegt und betreut und vor allem, wie viel Zeit dafür zur Verfügung steht, hängt immer noch von der Postleitzahl des Heimes ab. Personalberechnungen, die die enormen Leistungen in der Langzeitpflege abbilden, fehlen nach wie vor. weiterlesen

Arbeitsbedingungen auf dem Corona-Arbeitsmarkt: in den Job um jeden Preis?

Trotz einer Erholung am Arbeitsmarkt gibt es fast zwei Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie im Jänner 2022 über 405.000 arbeitsuchende Menschen. Und das, obwohl Unternehmen einen dringenden Bedarf an Arbeitskräften proklamieren. Doch wie gestaltet sich die Arbeitsuche für jene Menschen, die während der Corona-Krise arbeitslos wurden und jetzt eine Beschäftigung suchen? Welche Arbeitsbedingungen akzeptieren sie, um wieder arbeiten zu können? Eine im Herbst 2021 durch die AK Wien durchgeführte Umfrage zeigt, dass sich die prekären Verhältnisse für Arbeitnehmer*innen durch die andauernde Krise verfestigen. Die angekündigte Reform des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (AlVG) muss zu einer Verbesserung beitragen. weiterlesen

Das Recht auf Arbeitsrecht: Migrantische Paketzusteller*innen während der Coronakrise

Die Corona-Krise zeigt: Die, die am meisten gebraucht werden, werden am wenigsten wertgeschätzt. Das betrifft Systemerhalter*innen generell, aber geflüchtete und migrantische Systemerhalter*innen im Speziellen. Insbesondere die Branche der Paketzustellung zeichnet sich durch Rechtlosigkeit und fehlende Wertschätzung aus. Eine von der AK Wien geförderte Studie der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) beleuchtet die prekären Arbeitsverhältnisse von Zusteller:innen, die für Subunternehmen tätig sind, die von Amazon beauftragt wurden. weiterlesen

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