Lob einer beginnenden Arbeitskräfteknappheit. Zur neuen WIFO-Prognose

Das WIFO erhöht die Prognose für Österreichs Wirtschaftsleistung neuerlich und zwar auf +4,4 Prozent für 2021. Besonders erfreulich entwickeln sich Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote soll bereits 2022 das Niveau vor der COVID-19-Krise erreichen – drei Jahre früher als ursprünglich erwartet. Das zeigt eindrucksvoll: Der Bedarf an Arbeitskräften ist im Konjunkturaufschwung hoch. Jetzt geht es darum, die Arbeitslosen sowie Personen aus der stillen Reserve in offene Jobs mit guten Arbeitsbedingungen zu vermitteln. Ein langsam knapper werdendes Angebot kann dabei helfen. weiterlesen

Lok- und Kranführer:innen – wenn sich Traumberufe bei 40 °C in Luft auflösen

Für viele ist es ein Kindheitstraum: einmal als Lokführer:in einen Zug steuern oder als Kranführer:in hoch über einer Baustelle arbeiten. Ein Blick auf die Arbeitsrealität und die gesundheitlichen Belastungen bei Triebfahrzeugführer:innen und Kranführer:innen zeichnet aber ein anderes Bild. Durch die Klimakrise angeheizt, werden diese Arbeitsplätze – nur allzu oft unklimatisiert – im Sommer zu gesundheitsgefährdenden Brennpunkten. weiterlesen

Nur was man (er)kennt, kann man regeln. Digitale Transformation und Mitbestimmung im Betrieb

Technologischer Wandel ist sowohl ein gestaltbarer als auch ein betrieblich umkämpfter Prozess, dessen Ausgang theoretisch weitgehend offen ist, in der Praxis aber oft scheinbar vorgegebenen Pfaden folgt. Wir sehen einen schleichenden Wandel der Arbeitsbedingungen. Arbeitsverdichtung, Beschleunigung, Wandel der Aufgaben, Handlungs- und Entscheidungsspielräume sind wichtige Themen für Mitbestimmung im Zuge der digitalen Transformation. Betriebsräte müssen dafür früh und regelmäßig über Prozesse der Digitalisierung informiert sein. Ziel soll dabei eine formalisierte Einbindung in betriebliche Entscheidungsprozesse sein. Auf dem Weg dahin hilft ein guter Draht zu den IT-Abteilungen. weiterlesen

Acht Nachbarstaaten – aber keine österreichischen EisenbahnerInnen sind grenzüberschreitend tätig?

Mit zunehmender Liberalisierung im Eisenbahnsektor wird immer mehr Personal grenzüberschreitend eingesetzt. Der von der Europäischen Kommission forcierte Wettbewerb ermutigt Unternehmen im In- und Ausland zu neuen Firmenkonstruktionen, Entsendung, Outsourcing und Leiharbeit, um Kosten zu reduzieren. Dies geht zulasten der Beschäftigten, die zunehmend Lohn- und Sozialdumping ausgesetzt sind. weiterlesen

Reinigung hat ihren Preis, die Beschäftigten haben ihren Wert

Der 15. Juni ist der Internationale Tag der Gebäudereinigung. Der Tag geht auf den Streik von migrantischen Beschäftigten in der Gebäudereinigung in Los Angeles im Jahr 1990 (Justice for Janitors) zurück. Auch in Österreich wird an diesem Tag auf die prekären Arbeitsbedingungen der Beschäftigten hingewiesen. Die Reinigungskräfte wurden zwar in der Corona-Krise als Held:innen der Arbeit gefeiert, spürbare Verbesserungen in der Branche blieben aber bislang aus. weiterlesen

Reinigungsbranche – Beschäftigte unter Druck

Um in der Reinigungsbranche arbeiten zu können, müssen Menschen in Österreich kaum formale Qualifikationen mitbringen. Zugleich ist die Tätigkeit oft herausfordernd und mit vielen Belastungen und Problemen verbunden. So arbeiten knapp zwei Drittel der Frauen in Teilzeit, häufig mit wenigen Wochenstunden. Zugleich wünschen sich in der Reinigung besonders viele ArbeitnehmerInnen mehr Wochenstunden. Die Arbeit fällt oft am Tagesrand an, mit allen Problemen der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Gearbeitet wird an unterschiedlichen Orten, die Einbindung in die Firma ist oft gering, das zeigt auch die hohe Fluktuation. Zugleich ist die Bezahlung in der Reinigung besonders niedrig. weiterlesen

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