Geisterfahrt für Goliath: Regierung mit neuen Goodies für hochprofitable Großunternehmen

Im Zuge der Corona-Krise machte die türkis-grüne Regierung etliche Milliarden an staatlichen Subventionen für Unternehmen locker. Dagegen erlitten viele Arbeitnehmer/-innen durch Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit Einkommensverluste und wurden kaum zusätzlich unterstützt. Damit nicht genug: Die Regierung teilt nun im Zuge der Steuerreform – ohne jede Notwendigkeit und wirtschaftliche Vernunft – auf Staatskosten neue Geschenke an Unternehmen aus: Das teuerste davon stellt die Senkung des Körperschaftsteuersatzes dar, von der vor allem die größten und profitabelsten Kapitalgesellschaften bzw. deren Eigentümer/-innen profitieren. Klein- und Mittelbetriebe gehen überwiegend leer aus. Gespart wird bei Arbeitnehmer/-innen und Pensionist/-innen, denen durch die kommende Tarifsenkung nicht einmal die kalte Progression ausgeglichen wird. weiterlesen

Die wichtigsten 72 Stunden im Ausnahmezustand

Manchmal können wenige Augenblicke alles verändern: Schwere Unfälle sind für alle Beteiligten eine enorme psychische Belastung. Ein Weiterarbeiten nach derartigen Ereignissen, da sind sich alle Fachleute einig, ist ein hohes Risiko. Auf Drängen von Arbeiterkammer und Gewerkschaft vida hat die Gesetzgebung nun reagiert und wichtige Klarstellungen, vorerst im Eisenbahngesetz, getroffen. Betriebsbedienstete werden für die entscheidenden 72 Stunden nach einem Unfall dienstfrei gestellt und haben Anspruch auf eine notfallpsychologische Betreuung. weiterlesen

COVID-19 am Arbeitsplatz: Versäumnisse im ArbeitnehmerInnenschutz mit dramatischer Wirkung

Die Zahl der Besichtigungen durch Arbeitsinspektoren brach quer durch Europa im letzten Jahrzehnt ein. Die meisten Arbeitsplätze waren dadurch auf die COVID-19-Pandemie schlecht vorbereitet, die Auswirkungen sind dramatisch und offenbaren sich etwa in mangelnden Schutzausrüstungen.
Neue Nachforschungen des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) decken auf, dass Inspektionen in Bezug auf ArbeitnehmerInnenschutz seit 2010 um ein Fünftel gekürzt wurden, die Anzahl jährlicher Besuche sank europaweit von 2,2 auf 1,7 Millionen. weiterlesen

Solidarität mit LeiharbeiterInnen? (K)ein Ding der Unmöglichkeit!

Es ist unklar, ob StammarbeiterInnen LeiharbeiterInnen als Bedrohung oder als Absicherung wahrnehmen. Während es aus unternehmerischer Sicht durchaus Kalkül sein kann auf Leiharbeit und andere Formen der Auslagerung zurückzugreifen, um Kollektivgefühle zu unterbinden und zudem betriebliche Mitbestimmung zu schwächen, kann der Betriebsrat die Spielregeln der Leiharbeit und somit ihre Auswirkung auf die StammarbeiterInnen mitgestalten. In einer Studie, die dem vorliegenden Blogbeitrag zugrunde liegt, wurden Betriebsratsmitglieder zu den Faktoren, die auf die Position von LeiharbeiterInnen innerhalb der Belegschaft einwirken, befragt. Rahmenbedingungen sollten bestmöglich gestaltet werden, um den Grundstein für Solidarität in einer gemischten Belegschaft zu legen. weiterlesen

Nicht aller Tage Abend: Tagesarbeitszeiten für Reinigungskräfte ermöglichen

Die Reinigung am Arbeitsplatz erfolgt oft ungesehen. Kennen Sie denn die Person, die Ihr Büro sauber macht? Wenn nicht, dann kann das an den typischen Arbeitszeiten in der Büroreinigung liegen: Reinigungskräfte arbeiten oftmals, bevor die Beschäftigten des KundInnen-Unternehmens kommen bzw. nachdem diese gegangen sind. Das hat für das Leben der Reinigungskräfte weitreichende Folgen: unattraktive und häufig zerrissene Arbeitszeiten, die gesundheitlich belastend und nur schlecht mit dem Familien- und Privatleben vereinbar sind. Ein Umstieg auf Tagreinigung könnte die Arbeits- und Lebensqualität von ReinigerInnen erheblich verbessern – und auch für die KundInnen- und Reinigungsunternehmen einige Vorteile bringen. Um einen solchen Wandel zu verwirklichen, sind unter anderem die KundInnen-Unternehmen und deren Beschäftigte gefordert. weiterlesen

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