Lebensbegleitendes Lernen: Warum wir starke Sozialpartner brauchen

Im Zuge der Debatte über die Sozialpartnerschaft und die Kammern wird nicht gesehen, dass diese für das lebensbegleitende Lernen einen wichtigen Beitrag leisten. Insbesondere die Erwachsenenbildung, als längster Teil der Bildungskette im Lebensverlauf, erfährt eine besonders wichtige Unterstützung, die dem wirtschaftlichen Wachstum wie auch dem persönlichen Wohlergehen zugutekommt. Ohne die Leistungen der Kammern würde Österreich beim lebensbegleitenden Lernen und bei der Teilnahme am Erwachsenenlernen nicht diese Erfolge haben.

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Der Kollektivvertrag kann’s besser

Ende Juni haben sich die Sozialpartner auf die Anhebung der Mindestlöhne in den Kollektivverträgen auf 1.500 Euro geeinigt. Vorangegangen war die Ankündigung der Bundesregierung, dies per Gesetz zu regeln. Nun stellt sich die Frage, ob es nicht ein Vorteil für die ArbeitnehmerInnen sein könnte, wenn ein Mindestlohn gesetzlich geregelt ist und nicht mühsam verhandelt werden muss? Was aufs Erste attraktiv klingt, steckt aber voller Tücken: Denn um das österreichische System der sozialpartnerschaftlichen Lohnverhandlungen beneiden uns zu Recht ArbeitnehmerInnen-Vertretungen aus vielen anderen Ländern. Die Basis dieses Erfolgs ist das System der Pflichtmitgliedschaft in den Kammern. Kein Wunder, dass diese wieder unter Beschuss ist. Nicht alle finden es gut, wenn Gewerkschaften erfolgreich sind.

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Mitbestimmung: Jeden Tag neu erkämpfen

 „Ihr habt es gut“, sagte ein ungarischer Kollege über die Mitbestimmungsrechte in Österreich.  „Eure Regierung verhandelt mit euch über Gesetzesänderungen, für fast alle ArbeitnehmerInnen gelten Kollektivverträge und eure Betriebsräte haben echte Mitspracherechte.“ Verglichen mit den Bedingungen der ungarischen Gewerkschaften unter der Orban-Regierung scheint unsere Situation paradiesisch.

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