How to: Die Arbeitsmarktpolitik des AMS klimafit und sozial gerecht gestalten

Klimakrise und Arbeitsmarktpolitik hängen eng zusammen: Eine ambitionierte Klimapolitik, insbesondere das Ziel, den Einsatz fossiler Energieträger immer weiter zu verringern, macht massive Veränderungen in der Wirtschaftsstruktur und somit der gesamten Arbeitsleistung, in der Arbeitsweise und in den ausgeführten Tätigkeiten und Berufen notwendig. Es braucht daher eine Arbeitsmarktpolitik, die auf die Auswirkungen der Klimakrise auf den Arbeitsmarkt und auf die Anforderungen der Klimapolitik reagiert. Das AMS ist ein zentraler Akteur für ein Gelingen eines sozial gerechten Übergangs in ein klimaneutrales Wirtschaftssystem. weiterlesen

Stille Reserve – ungenütztes Arbeitskräftepotenzial von bis zu 155.000 Personen

Arbeitslosigkeit wird in Österreich, aber auch international unterschätzt. Ein beachtlicher Teil an erwerbslosen Menschen, die arbeiten wollen, aber nicht auf der Suche sind, zählen zur sogenannten „Stillen Reserve“. Dieser Gruppe gehören in Österreich zwischen 100.000 und 155.000 Personen an. Würden sie in die Arbeitslosenquote miteingerechnet werden, stiege diese um bis zu 3,2 Prozentpunkte. Ein Verständnis der Struktur und der Eigenschaften der Stillen Reserve ist notwendig, um wirksame arbeitsmarktpolitische Maßnahmen setzen und ihr enormes Potenzial in Zeiten eines angeblichen „Fachkräftemangels“ nutzen zu können. weiterlesen

AMS-Sanktionen: mental ungesund und gesellschaftlich teuer

Sanktionen, die zu einer Sperre des Arbeitslosengeldes führen, haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Der Druck auf Arbeitssuchende steigt. Sanktionen reduzieren jedoch weder Ausmaß noch Dauer von Arbeitslosigkeit, werden oft ungerechtfertigt verhängt, können das Lohnniveau senken und sind für Betroffene eine massive Belastung. Sie führen zu einer Verschlechterung der mentalen Gesundheit und kommen so auch der Allgemeinheit teuer. Statt Sanktionen braucht es einen arbeitsmarktpolitischen Kurswechsel, der Mut statt Druck macht und mehr Geld und Personal für das AMS bereitstellt. weiterlesen

Lücken und Tücken der Arbeitslosenversicherung für Arbeitnehmer*innen

Unternehmer*innen beklagen, dass Arbeitsuchende wählerisch und nicht arbeitswillig sind. Die Bundesregierung will „das Arbeitslosengeld mit Anreizen weiterentwickeln, damit arbeitslose Menschen wieder schneller ins Erwerbsleben zurückkehren können“. Demzufolge könnte man meinen, dass die geltende Rechtslage es Arbeitsuchenden ermöglicht, untätig zu sein und keine Beschäftigung aufzunehmen. Tatsächlich ist das AlVG sehr restriktiv und hält existenzbedrohende Tücken bereit. Abseits undifferenzierter Debatten gibt es genügend Bedarf, den Versicherungsschutz zu verbessern. weiterlesen

Die Solidaritätsprämie als verpasste Chance?

Dieser Beitrag wurde von Astrid Hohner, Raphael Kaufmann, Sidonie Ulreich und Tabea Wich verfasst.

Die COVID-19-Pandemie konfrontiert den österreichischen Arbeitsmarkt mit zahlreichen Herausforderungen. Die Solidaritätsprämie stellt eine Maßnahme dar, diesen zu begegnen. Das Modell dient dazu, arbeitslose Menschen in Beschäftigung zu bringen und Arbeitszeit zu verkürzen. Dadurch wird Arbeit auf mehr Köpfe verteilt. Doch wieso wird die Solidaritätsprämie trotz der zahlreichen Vorteile so selten genutzt? weiterlesen

Der Arbeitsmarkt ist (noch immer) im Corona-Krisenmodus

Die Corona-Krise dauert weiter an, ein Lockdown folgt dem anderen, und der Arbeitsmarkt bleibt auch im Februar 2021 im Krisenmodus: Vor allem arbeitslose Frauen, junge Erwachsene und Langzeitarbeitslose haben es besonders schwer. Doch die Corona-bedingte Arbeitslosigkeit zieht sich quer durch die Gesellschaft. Es braucht rasch ein politisches Gegensteuern: mehr Geld für Ausbildungen, eine bessere Existenzsicherung während der Arbeitslosigkeit, mehr Personal im AMS und vor allem eine Jobgarantie für Langzeitarbeitslose. weiterlesen

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