Vermittlung Arbeitsuchender auf offene Stellen – mehr Unterstützung und Beratung ist das Mittel der Wahl

Aktuell wächst die Beschäftigung in Österreich – die Zahl der Arbeitslosen sinkt zwar, dennoch erreicht der Beschäftigungsaufschwung etwa ältere Arbeitsuchende nur unterdurchschnittlich. Um die Vermittlung Arbeitsuchender zu verbessern, setzen einige auf erhöhten Druck. Was den Betroffenen aber wirklich hilft, ist mehr Kontakt mit ihren BetreuerInnen im AMS, mehr Zeit für Beratung und Unterstützung bei der Arbeitssuche.

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Der Gleichstellungsindex zum Arbeitsmarkt 2017

Gleichstellung am Arbeitsmarkt ist ein Phänomen mit vielen Aspekten: Wie häufig sind Frauen und Männer erwerbstätig? Mit wie vielen Stunden? In welchen Jobs? Und natürlich auch wichtig: Was verdienen sie dabei? Der Gleichstellungsindex Arbeitsmarkt berücksichtigt all diese Aspekte und noch andere und führt sie für Österreich im Allgemeinen und die einzelnen Bundesländer zu einem Gesamtwert zusammen.

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Erwerbslose wünschen echte Qualifizierung – Ergebnisse einer Arbeitslosenbefragung

Die Ergebnisse einer Erhebung unter Erwerbslosen in Oberösterreich aus 2016 stellen dem AMS und seinen Mitarbeiter/-innen grosso modo ein positives Zeugnis aus. Kritisch werden allerdings Vermittlungsversuche in prekäre Beschäftigung wie zum Beispiel Leiharbeit und kurzfristige, wenig qualifizierende Kursmaßnahmen gesehen. Längerfristigen, wirklich qualifizierenden (Um-)Schulungsmaßnahmen stehen viele Erwerbslose dagegen ausgesprochen positiv gegenüber.

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Eine Reform der Arbeitslosenversicherung – notwendig und überfällig

Im Regierungsübereinkommen findet sich im Kapitel „Entbürokratisierung und Entlastung“ die Überschrift „Vereinfachungen im Arbeitslosenversicherungsrecht“. Das ist zunächst gut, denn diese Rechtsmaterie ist tatsächlich sehr komplex geworden. Für die, die von den Leistungen dieser Sozialversicherung abhängen und für die, die es vollziehen müssen. Besorgniserregend aber ist die Zielsetzung dieses Vorhabens. Möglichst rasche Beratung und Vermittlung mögen ja noch angehen. Aber der „Abbau von Beschäftigungshemmnissen“ lässt dann doch alle Warnglocken läuten – zu oft ist diese Wendung als Chiffre für den Abbau von sozialrechtlichen Leistungs- und Schutzniveaus verwendet worden. Dennoch: Es ist Zeit für eine Überarbeitung der Arbeitslosenversicherung, die über das bloße Ziel einer „Vereinfachung“ hinausgeht.

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Was tut sich auf dem Arbeitsmarkt? Mehr Beschäftigung, aber auch mehr Arbeitslosigkeit

Seit dem Beginn der Krise im Jahr 2008 hat sich der Arbeitsmarkt nicht wieder erholt, zwar ist die Beschäftigung laufend angewachsen, aber die Zahl der Arbeit Suchenden ist nicht wieder unter das Niveau vor der Krise gefallen: Im Gegenteil, momentan gibt es so viele Menschen auf Arbeitsuche wie in den letzten 15 Jahren nicht.

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Notstandshilfe – ist die Anrechnung des Partner/inneneinkommens gerecht?

Die Anrechnung des PartnerInneneinkommens bei der Notstandshilfe ist alles andere als gerecht. Vor allem Frauen verlieren oft gänzlich ihren Anspruch auf diese Leistung der Arbeitslosenversicherung (im Jahr 2012 waren rund 13.500 Frauen betroffen). Viele Menschen und ihre Familien geraten dadurch in eine Armutsspirale.

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Was kann die Arbeitsmarktchancen von gesundheitlich beeinträchtigten Menschen verbessern?

 

Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen haben ganz schlechte Karten auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitgeber zeigen wenig Entgegenkommen und Einstellbereitschaft, die Institutionen bieten nicht ausreichend Unterstützung an. Oft bleibt daher nur die wiederholte Zuerkennung befristeter Invaliditätspensionen. Das bedeutet aber niedrige Leistungshöhe und große Rechtsunsicherheit. Ab 2014 werden nun befristete Invaliditätspensionen abgeschafft. Stattdessen sollen umfangreiche Rehabilitationsmaßnahmen angeboten werden, und zwar erstmals auch jenen gesundheitlich beeinträchtigten ArbeitnehmerInnen, die keinen Berufsschutz nach dem ASVG haben und für die derzeit praktisch nichts gemacht wird. Was ist dabei zu beachten, dass dadurch tatsächlich mehr Chancen und nicht neue Sozialfallen entstehen? Eine Tagung der AK Wien im Dezember 2012 hat diese Fragen näher beleuchtet.

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Der freie Dienstvertrag – ein Auslaufmodell?

Freie Dienstverträge galten in Österreich lange Zeit als Antwort darauf, dass die abhängige Beschäftigung zu teuer und zu unflexibel sei und es deshalb billigere, anpassungsfähigere Arbeitsformen geben muss. Menschen, die nicht mehr in unmittelbarer Abhängigkeit von ihrem Arbeitgeber stehen, den Arbeitsort selbst wählen und sich bei Bedarf auch mal vertreten lassen können sind mittlerweile seit bald 20 Jahren Teil unserer Arbeitswelt. Die aktuellen Beschäftigungszahlen des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger bestätigen jedoch ein weiteres Mal den Trend, dass dieses Model seinen Zenit überschritten hat.

 

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