Schweiz: Keine gesetzliche 1:12-Bremse für Spitzengehälter

Ein unbegrenztes Managergehalt ist und bleibt „Spirit of Ecstasy“ am Rolls Royce der wirtschaftsliberalen Gesellschaft. Dem verlockenden Paradigma der unternehmerischen Freiheit folgend hat die Schweiz der 1:12-Inititative für gerechte Löhne eine klare Absage erteilt. Eine deutliche Mehrheit von rund zwei Drittel (65,3 Prozent) hat gestern den Vorstoß – wonach künftig per Gesetz der höchste Lohn mit dem Zwölffachen des niedrigsten Lohns im selben Unternehmen zu begrenzen ist – abgelehnt. Unterstützten die SchweizerInnen das Referendum zur Abzocker-Initiative im März noch mit 67,9 Prozent, so griff die Forderung der JungsozialistInnen nach einer gesetzlichen Begrenzung der Lohnspanne in den Unternehmen offenbar zu weit. In der Parolenschlacht hat die Angst vor dem „Lohndiktat des Staates“ gegen die Anstrengung für „Mehr Lohngerechtigkeit“ gesiegt…

 

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