Das Kapitel Arbeit des Regierungsprogramms hat einige positive Ansätze, aber es tun sich auch Widersprüche auf, die einer vernünftigen Arbeitsmarktpolitik im Wege stehen. Gibt es kein zusätzliches AMS-Budget, um die positiven Ansätze zu realisieren, bleiben die Widersprüche über. Angesichts des Konjunkturabschwungs und steigender Arbeitslosigkeit braucht es hier ein rasches Handeln und ein Umdenken beim Thema Fachkräfte. weiterlesen

Weniger ist mehr – ein Plädoyer für kurze Vollzeit

In Österreich wurde 2018 die Höchstarbeitszeit auf zwölf Stunden pro Tag und 60 Stunden pro Woche erhöht. Doch die gesellschaftlichen und ökonomischen Notwendigkeiten weisen in eine gänzlich andere Richtung. Eine Arbeitszeitverkürzung hin zu einer kurzen Vollzeit würde den Wünschen der Mehrheit der Beschäftigten entsprechen, zeigen Untersuchungen aus Deutschland. Darüber hinaus würde sie erheblich zu einer geschlechtergerechteren Verteilung der Arbeit beitragen und ein nachhaltiges Wirtschaften unterstützen. weiterlesen

Kontinuitäten und Brüche in der Arbeitsmarktpolitik: Wie neu sind die Ankündigungen im Regierungsprogramm?

Das Regierungsübereinkommen steht, die Ministerien sind besetzt. Viele Punkte im Bereich der Arbeitsmarktpolitik sind dabei noch offen. Das Regierungsprogramm beinhaltet einige Maßnahmen, mit denen auf aktuelle Herausforderungen am Arbeitsmarkt reagiert werden kann. Es finden sich jedoch auch Kontinuitäten zum vorherigen Regierungsprogramm. Wohin die Reise tatsächlich geht, wird letztendlich stark davon abhängen, wie viel Geld für das AMS im Allgemeinen und die Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit im Speziellen zur Verfügung stehen wird. Und von den zuständigen ÖVP-MinisterInnen. weiterlesen

Metallindustrie – mit einem guten Lohnabschluss und hohen Reserven durch die Konjunkturdelle

Anfang November konnten die Verhandlungen zum neuen Metaller-Kollektivvertrag 2020 wieder erfolgreich abgeschlossen werden. Erreicht wurde eine Erhöhung der Löhne und Gehälter von +2,6 bis +2,8 Prozent, des Mindestlohns und -gehalts auf 2.000 Euro, der Lehrlingsentschädigung von +2,7 Prozent, der Aufwandsentschädigungen von +2 Prozent und der Zulagen von +2,6 Prozent. Des Weiteren kann das kollektivvertraglich gesicherte Jubiläumsgeld nunmehr von einem Geldanspruch in mehr Freizeit umgewandelt werden. „Das war für die ArbeitnehmerInnen eine sehr erfolgreiche Lohn- und Gehaltsrunde“, unterstreichen die Chefverhandler der PRO-GE, Rainer Wimmer, und der GPA-djp, Karl Dürtscher. Christian Knill, Obmann des Fachverbands metalltechnische Industrie, betont: „Der Abschluss bedeutet eine deutliche Reallohnerhöhung und ist eine klare Anerkennung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ weiterlesen

Abfertigung Neu als gutes Geschäft für die Eigentümer der Vorsorgekassen

Seit 2003 gibt es in Österreich Abfertigungskassen. Bei einer Beendigung eines Arbeitsverhältnisses bekommt man eine Abfertigung nicht mehr direkt vom Arbeitgeber, sondern von einer sogenannten Vorsorgekasse ausbezahlt. Während diese Unternehmen ein gutes Geschäft machen, führen geringe Veranlagungserträge, hohe Verwaltungskosten und ein bescheidener Beitragssatz der Arbeitgeber dazu, dass die Leistungen für die ArbeitnehmerInnen niedriger als in der alten Abfertigung ausfallen. weiterlesen

Zeit für 35 Stunden Arbeitszeit

Zum wiederholten Mal wird gerade bei den Verhandlungen über den Kollektivvertrag für die Sozialwirtschaft die Forderung nach einer Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit bei vollem Lohn- und Personalausgleich erhoben. Für manche erscheint es erstaunlich, dass diese die einzige Forderung der beiden verhandelnden Gewerkschaften GPA-djp und vida bei den heurigen Kollektivvertragsverhandlungen ist. Das hat auch verhandlungstaktische Gründe. Wirklich wichtig sind aber die Ursachen für diese Forderung. weiterlesen
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