Der Klagsverband: mit Recht gegen Diskriminierung

Den Klagsverband einzigartig zu nennen, mutet schnell etwas wichtigtuerisch an. Aber er ist tatsächlich die einzige Organisation in Europa, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Antidiskriminierung und Gleichstellung in allen Facetten rechtlich durchzusetzen. Während andere NGOs und Einrichtungen der Zivilgesellschaft meistens auf einen Diskriminierungsaspekt z. B. Rassismus spezialisiert sind, führt der Klagsverband Verfahren nach allen Gründen, die im österreichischen Antidiskriminierungsrecht angeführt sind. Vor diesem Hintergrund ist es problematisch, dass die Förderungen seitens der Frauenministerin nun gekürzt werden sollen. Eine Reihe von erfolgreich bestritten Fällen zeigt aber, wie wichtig der Klagsverband für die Betroffenen ist.

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12-Stunden-Tag: eine Zerreißprobe für Eltern

Kurz vor Arbeitsende muss noch schnell eine Arbeit erledigt werden. Das ist besonders für Eltern eine Stresssituation. Denn Sie wissen, dass um 17 Uhr der Kindergarten schließt. Und wieder ist das eigene Kind das letzte, das abgeholt wird. Lediglich zehn Prozent der Kindergärten haben bis 18 Uhr oder länger offen. Der 12-Stunden-Tag wird zur Zerreißprobe für berufstätige Eltern. (mehr …)

Einkommenstransparenz in Österreich: Mythos oder Realität?

Gleichbehandlung ist im österreichischen Recht verankert. Das Gleichbehandlungsgesetz stellt klar, dass im Zusammenhang mit einem Arbeitsverhältnis niemand aufgrund des Geschlechts bei der Festsetzung des Entgelts diskriminiert werden darf. Dennoch verdienen Frauen bei gleicher Arbeit weiterhin beharrlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Eine Ursache dafür sind strenge Verschwiegenheitsklauseln, die kaum möglich machen, solche Nachteile auch nachzuweisen. Ein neues Rechtsgutachten zeigt jedoch auf, welche Spielräume trotzdem bestehen und wie der Einkommensbericht für mehr Transparenz genutzt werden kann.

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Mehr Frauen in Naturwissenschaft und Technik

Mehr Frauen für Berufe in der Naturwissenschaft und Technik zu rekrutieren, ist das Ziel vieler Firmen. Kein Wunder, denn bis 2020 sollen in Österreich 40.000 neue Stellen im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich laut Industriellenvereinigung entstehen. Viele Unternehmen haben jetzt schon Schwierigkeiten, die aktuell offenen Positionen zu besetzen. Welche Ansatzpunkte und Hindernisse es für Unternehmen gibt, Frauen zu gewinnen, zeigt eine neue Befragung im Auftrag der AK Wien.

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Diskriminierung am Arbeitsplatz – erleichterte Beweislast im Gleichbehandlungsgesetz

Wollen von Diskriminierung betroffene Menschen ihre Ansprüche gerichtlich geltend machen, stellt die Beweisbarkeit eine erhebliche Hürde dar. Dem Ziel der erleichterten Beweislast und einer damit verbundenen fairen Chance auf Rechtsdurchsetzung stehen Umsetzungsdefizite und Anwendungsschwierigkeiten entgegen. Harmonisierung der nationalen Gesetzesgrundlage mit den unionsrechtlichen Vorgaben und eine Sensibilisierung der Richterschaft sind unerlässliche Voraussetzungen, um einen Ausgleich der erschwerten Beweissituation für die Betroffenen zu schaffen.

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Mit Teilzeit ist keine Pension zu machen

Jahrelange Teilzeitbeschäftigung hat dramatische Auswirkungen auf das Lebenseinkommen von Frauen. Das zeigt eine neue WIFO-Studie im Auftrag des AMS anhand von mehreren hypothetischen Einkommensverläufen. Die Unterschiede je nach Höhe der (Teilzeit-)Arbeitszeit sind zum Teil beträchtlich. Wichtigster Faktor bei der Höhe des Lebenseinkommens bleibt aber die Berufswahl von Frauen. Fällt ein schlecht bezahlter Beruf und geringe Arbeitszeit zusammen, potenziert sich das in geringen Lebenseinkommen und Pensionen.

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Was Eltern wünschen: gleichere Arbeitszeit

In der Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielt Arbeitszeit eine wichtige Rolle. Zahlreiche Maßnahmen haben in den letzten Jahren darauf abgezielt, Müttern nach der Geburt von Kindern die Rückkehr auf den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Kommen diese politischen Anstrengungen nun tatsächlich den Wünschen von Eltern entgegen? Inwieweit ist es im Sinne der Eltern, dass die Arbeitszeit zwischen ihnen besser aufgeteilt werden kann?

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(Geschlechtsspezifische) Diskriminierungen am Arbeitsmarkt als Menschenrechtsverletzungen

Bekommen etwa Frauen für die gleiche Arbeit nicht das gleiche Entgelt, liegt nicht bloß ein Fall einer Verletzung des österreichischen Gleichbehandlungsgesetzes vor. Es geht um viel mehr, denn es liegt auch eine Menschenrechtsverletzung vor.

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31 Stunden sind genug

Durchschnittlich 31 Stunden pro Woche beträgt die bevorzugte Arbeitszeit in der EU laut einer aktuellen Eurofound-Studie. Damit trifft das aktuelle österreichische Frauenvolksbegehren mit seiner Forderung nach einer 30-Stunden-Woche den Puls der Zeit. Im Gegensatz zur österreichischen Bundesregierung mit ihrem Vorhaben einer generell zulässigen 60-Stunden-Woche. Ausgeblendet wird dabei bewusst, dass in Österreich bereits sehr vielfältige Arbeitszeitformen (auch was die Dauer betrifft) möglich sind.

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Kluge Familienpolitik: Kinderbildung statt Steuerbonus

Einen warmen Geldregen für Familien verspricht die Regierung mit dem Familienbonus. 1,5 Milliarden Euro wird diese neue steuerliche Familienleistung kosten. Viel Geld, das im Sinne einer modernen Familien- und Bildungspolitik aber bedeutend besser eingesetzt werden könnte.

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