Alle Beiträge von Nina Tröger

Konsumforscherin und Referentin in der Abteilung KonsumentInnenpolitik der AK Wien

Die Kreislaufwirtschaft als Jobmotor?

Die EU-Kommission möchte mit dem Aktionsplan zur Kreislaufwirtschaft große Änderungen initiieren. Ressourcenschonende Wirtschaftsweisen sollen in der Produktion, Nutzung und Entsorgung stärker beachtet werden. Dabei sind Unternehmen sowie KonsumentInnen, aber auch die Politik gefordert. Spätestens nachdem das EU-Parlament Anfang Oktober der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens zugestimmt hat, bekommt das EU-Maßnahmenpaket einen noch wichtigeren und verbindlicheren Stellenwert. Nicht zuletzt sollen damit auch Jobs geschaffen werden.

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Werte zählen – Wie Big Data und die neuen digitalen Technologien uns verändern

Selbstvermessung ist ein Trend: mittels Fitnessarmbändern, Smartwatches und Gesundheits-Apps analysieren sich viele Menschen auf freiwilliger Basis. Dies führt dazu, dass wir uns häufiger mit anderen vergleichen und versuchen, uns zu verbessern. Dies hat Auswirkungen auf den Menschen und verändert ihn, sowohl auf der psychischen als auch sozialen Ebene. Gleichzeitig verwerten die Unternehmen unsere Datenaufzeichnungen, die zu einer (wertvollen) Ware in der datengetriebenen Wirtschaft werden. Ethisch betrachtet, finden damit weitreichende Grenzverschiebungen statt. Diese Veränderungen in einer digitalisierten Welt werden vom Soziologen Stefan Selke das ‚Triptychon der Big Data Ära’ genannt: diese Daten können nämlich numerisch, ökonomisch und ethisch interpretiert werden.

 

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Schuhproduzenten übernehmen wenig soziale Verantwortung gegenüber ArbeiterInnen

Ein EU-Projekt deckt mangelnde soziale Verantwortung bei europäischen gegenüber den ArbeiterInnen in den Fabriken auf. Auch die Kommunikation an die KonsumentInnen fehlt vielfach. Eine AK-Studie zeigt weiter, dass österreichische Schuhproduzenten im europäischen Vergleich dabei keine Vorreiterrolle einnehmen.

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Und alle wollen mehr – wie bleibt der Konsum dabei nachhaltig?

Die Ressourcen der Erde werden mit unserem heutigen, westlichen Lebensstandard überstrapaziert. Noch gibt es ein großes Gefälle in der globalisierten Welt und Dank der sogenannten Entwicklungsländer können wir uns den derzeitigen Lebensstandard ökologisch noch leisten. Aber der Konsum in Ländern wie China, Indien oder Brasilien steigt… und was kommt dann?

Nachhaltig Konsumieren ist „in“ – Bio, Regional und Fair Trade sind Begriffe, die viele ÖsterreicherInnen schon in ihren Konsumalltag integriert haben. 2011 gaben die ÖsterreicherInnen 127 Euro pro Kopf für Bio-Lebensmittel aus, das ist europaweit der dritthöchste Wert. Diese Produkte sind oftmals deutlich teurer als konventionelle Lebensmittel – wer kann sich das leisten? Und lebt, wer Bio konsumiert, auch gleich nachhaltig?

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Nachhaltiger Konsum – ein Wunsch ans Christkind?!

Produktionskosten minimieren, Absatz und Gewinn maximieren – das ist der unternehmerische Zugang. Aber auch wir haben es gerne billig und unkompliziert. Darunter leiden die ArbeitnehmerInnen an den Produktionsstandorten oder in den Verteilerzentren der großen Onlinehändler. Wer beim Konsumieren auf die Nachhaltigkeit achtet, unterstützt die Menschen, die tagtäglich in den Fabriken ums Überleben kämpfen. Doch häufig ist dies gar nicht möglich und nur Konsum alleine wird die Welt nicht retten – die Staatengemeinschaft und Unternehmen müssen für gerechte Rahmenbedingungen sorgen.

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