Alle Beiträge von Helmut Gahleitner

Helmut Gahleitner ist Referent in der Abteilung Wirtschaftspolitik der AK Wien.

Umbruch im Einzelhandel: Was es braucht, um Arbeitsplätze zu sichern

Der Einzelhandel ist eine extrem dynamische Branche, die sowohl durch technologischen Wandel (Lagerlogistik, Bezahlsysteme,…) als auch durch den anhaltend zunehmenden Online-Handel geprägt ist. Mittlerweile werden rund 11% des Einzelhandelsumsatzes online erwirtschaftet, die Hälfte davon fließt ins Ausland. Das bringt den stationären Handel zunehmend unter Druck. Bis 2020 könnten rund 10.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist ein Bündel von Maßnahmen notwendig: Qualifizierung, faire steuerliche Rahmenbedingungen und Kooperationen.

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Die Privatstiftung in Diskussion – Anforderungen an Governance und Transparenz

Daten und Informationen über das österreichische Stiftungswesen sind Mangelware. Gesichert sind lediglich Informationen über die Entwicklung von Gründungen und Löschungen von Stiftungen. Laut Stiftungsverband sind aktuell 3.247 Stiftungen registriert, die Anzahl ist seit 2012 rückläufig. Der Rückgang der Stiftungsgründungen ist einerseits auf eine Marktsättigung zurückzuführen – die meisten in Frage kommenden heimischen Unternehmen und Vermögen wurden mittlerweile in Stiftungen eingebracht. Andererseits dürfte auch die sukzessive Rücknahme der steuerlichen Privilegierung der Stiftung in den letzten Jahren – etwa durch die Anhebung des Zwischensteuersatzes von 12,5% auf 25% im Jahr 2011 – eine relevante Rolle spielen.

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Die Situation der ArbeitnehmerInnen im Handel

Die Studie „Beschäftigung im Handel“ des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO und des Instituts für Empirische Sozialforschung IFES analysiert die Situation der ArbeitnehmerInnen im Handel seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise. Neben Daten der Statistik Austria und des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger von 2008 bis 2012 wurde der von IFES im Auftrag der AK vierteljährlich erhobene Arbeitsklimaindex der Jahre 2009 bis 2013 mit Interviews von 2.869 Einzelhandelsbeschäftigten herangezogen.

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GmbH-Reform: Eine teure und nicht nachhaltige Unternehmensförderung auf Kosten aller

Durch die Reduzierung des Mindeststammkapitals um mehr als 70% sollen Neugründungen von GmbHs gefördert werden. Tatsächlich geht man jedoch selbst im Justizministerium nicht davon aus, dass die Zahl der Unternehmen dadurch steigen wird. Die daraus resultierenden Steuerausfälle sind dennoch erheblich. Außerdem wird die Qualität dieser Rechtsform darunter leiden. Dies wird für KonsumentInnen, ArbeitnehmerInnen und die öffentliche Hand negative Folgen haben, die nicht zuletzt auch die UnternehmerInnen selbst treffen.

 

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